Lebendige Erinnerungsorte
Vernetzung von dt.-pol. Erinnerungsorten für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft, insbesondere Krankenmorde; Entwicklung von Angeboten für Bildungs- und Erinnerungstourismus
Das Projekt „Lebendige Erinnerungsorte“ widmet sich der grenzüberschreitenden Aufarbeitung und Vernetzung bedeutender Erinnerungsorte zur Geschichte der NS-Krankenmorde und zu Spuren jüdischen Lebens in der deutsch-polnischen Grenzregion. In Kooperation zwischen Partnern aus Międzyrzecz, Berlin, Ueckermünde und Seelow werden historische Stätten revitalisiert, neue Gedenk- und Begegnungsorte geschaffen sowie digitale Ausstellungen und thematische Rundwege entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Entwicklung und Vernetzung bildungstouristischer Angebote mit inklusiven Elementen, um einen breiten Zugang zu ermöglichen und die Vermittlung der gemeinsamen Geschichte zu fördern.
Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Revitalisierung der Gedenkstätte Międzyrzecz-Obrzyce, die Errichtung eines Besinnungsgartens in dt.-pol. Jugendkooperation sowie die Entwicklung von Ausstellungen zur Geschichte der NS-Krankenmorde. Weiterhin die Einrichtung eines Erinnerungsortes am ehemaligen jüdischen Friedhof in Seelow und die Konzeption interaktiver Rundwege zu den Spuren jüdischen Lebens bei den Projektpartnern. Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, die gemeinsame Geschichte sichtbar zu machen und die Grenzregion als bedeutenden Lern- und Erinnerungsraum zu stärken.
Das Projekt reagiert damit auf die Herausforderungen, Erinnerungskulturen zu bewahren, grenzüberschreitende Bildungsangebote auszubauen und das historische Bewusstsein für die Opfer des Nationalsozialismus und das jüdische Leben nachhaltig zu verankern.
Projektlaufzeit:
01.01.2026 – 31.12.2028