Jan und Martha: ein deutsch-polnisches Theaterprojekt über Flucht, Vertreibung, Aussiedlung und Ansiedlung im Oderraum 1945 ff. aufgeführt auf einem Theaterschiff an beiden Ufern des Grenzflusses Oder

„Jan & Martha“ ist ein deutsch-polnisches Theaterprojekt entlang der Oder. Im Zentrum steht ein Kartoffelkeller in den Jahren 1944/45 – ein Schutzraum, Versteck und moralischer Prüfstein in einer Zeit wechselnder Machtverhältnisse. Das Stück erzählt von Menschen, die unter Druck geraten, Angst haben, Entscheidungen treffen müssen und dennoch versuchen, Menschlichkeit zu bewahren. Es geht um Hilfe, Schutz, Verantwortung und die Frage, wie sich Menschen verhalten, wenn politische Systeme, Grenzen und Zugehörigkeiten sich gewaltsam verschieben. Deutsche und polnische Künstlerinnen und Künstler entwickeln und spielen das Stück gemeinsam an mehreren Orten beiderseits der Oder. Die Oderregion wird dabei als historischer Erfahrungsraum sichtbar, in dem persönliche Schicksale und europäische Geschichte ineinandergreifen. Begleitende Workshops und Begegnungsformate bringen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Deutschland und Polen miteinander ins Gespräch. Das Projekt verbindet Theater, Erinnerungskultur und kulturelle Bildung und schafft konkrete Anlässe für Austausch, Perspektivwechsel und gegenseitiges Verstehen. Ziel des Projektes ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Kunst und Kultur zu stärken und den deutsch-polnischen Kulturraum entlang der Oder nachhaltig zu beleben. Mehr Informationen unter www.janmartha.com.

 

Projektzeitraum:

05.04.2026 - 04.04.2027

Partner:

  • Oderlaeufe e.V.
  • Kod Krowa